| Autorenlesungen | ||
| Helga Bieniek | Düsseldorf |
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Belletristik | |||||||||||||||||||||||||
| BRIGITTE HALENTA | ||||||||||||||||||||||||||
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Die Autorin wurde im Zeichen Fische geboren; allerdings ist sie ein ziemlich trockener Fisch, weil Saturn gleich neben ihrer Sonne steht: deshalb sind Intuition und Phantasie mit Struktur und Arbeitsdisziplin gepaart. Schreiben war ihr schon immer wichtig. Seit sie mit 10 Jahren ihren ersten Roman auf ein Blöckchen schrieb, sind viele Texte entstanden - Gedichte, Kurzgeschichten, auch Romananfänge - aber 3 Ehen, 3 Kinder, und die Notwendigkeit, Geld zu verdienen, haben sie davon abgehalten, sich um Veröffentlichung zu bemühen. Nach dem Studium der Germanistik in München und Göttingen war sie als Lehrerin im bremischen Schuldienst tätig. Mit 40 fing sie wieder von vorne an und begann das Studium der Psychologie in Kiel zusammen mit Ausbildungen in Psychoanalyse und Psychodrama. Seit 1984 ist sie in freier Praxis in Lübeck als Psychotherapeutin tätig. Mit den Jahren hat sich ein Fundus an Wissen über Menschen gebildet: was sie motiviert, wie sie reden, wovon sie träumen und warum sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Dazu ein schier unerschöpflicher Pool an Geschichten. Mit 60 fand sie, dass sie doch nun endlich das tun sollte, was sie schon immer wollte: SCHREIBEN. So entstand 1997 für den Drehbuchwettbewerb der MSH (Mediengesellschaft zur Förderung audiovisueller Werke in Schleswig-Holstein) das erste Drehbuch „Vera wird vierzig“; 1999 im Drehbuchseminar mit Felix Huby und Andrea Kunsemüller das zweite „Lavendel ist blau“. Weil sich für dieses Drehbuch, das 2000 einen Förderpreis der MSH erhielt, kein Produzent fand, schrieb die Autorin die wunderschöne Geschichte einer Hochbegabten, die wie das hässliche Entlein in die falsche Familie geboren wurde, gleich noch einmal als Roman. 2 Theaterstücke folgten: „Teresa muss sterben“ und „PAFF - Perspektive alte fröhliche Frauen“, aber für die zeitraubenden Bemühungen um Veröffentlichung blieb neben der Arbeit als Psychotherapeutin keine Kraft mehr übrig. Erst mit ihrem Roman DIE BREITE DER ZEIT fand die sie den Weg zu einem Verlag. „Dieses Kind musste auf die Welt“, sagt die Autorin, und weiter: „Als ich mir die ersten Gedanken zu dem Stoff machte und eine Siebzigjährige als Hauptfigur erfand, war ich selbst noch 62. Inzwischen habe ich meine Figur eingeholt. Als das Buch im März 2007 erschien, war ich gerade 70 geworden." |
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